"Mühe, alle Tore aufzuschreiben"

Premiere in der Bundesliga für Referees Ganter/Buschmann

 

HANDBALL. Eine prickelnde Premiere: Zum ersten Mal schnupperte vorgestern das Freiburg-Müllheimer Schiedsrichter-Gespann Hansi Ganter und Martin Buschmann die raue Bundesliga-Luft. Tuspo Obernburg gegen HSC Bad Neustadt hieß die Zweitliga-Partie, die den beiden wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. "Das war eine tolle Atmosphäre, und wir hatten das Glück, dass es von beiden Seiten ein anständig geführtes Spiel war", erklärte Buschmann.


Knapp 1000 Zuschauer sahen ein hochspannendes Match, das letztlich mit 31:30 an die Gäste ging. "Da war keine Sekunde lang Ruhe, wir hatten sogar Mühe, die ganzen Tore aufzuschreiben", so der Müllheimer Referee. In Sachen Tempo, Athletik und Dynamik sei die zweite Liga doch noch ein ganzes Stück weiter als die Regionalliga. Aber auch der Beobachter hatte hernach bei den Neulingen (die nicht verraten hatten, dass dies ihr erster Einsatz war) wenig zu bemängeln. Das Gezerre und Geklammere am Kreis sollten sie noch früher unterbinden, ansonsten attestierte der erfahrene Bundesliga-Schiri dem Gespann eine gute Note. Auch die beiden Trainer hätten sich für die Leistung bedankt.


Vor dem Spiel aber "waren wir schon heftig nervös", wie Buschmann gestand. Mehr als 700 Kilometer hatten sie zurück gelegt, als sie Sonntag Nacht gegen ein Uhr wieder im Breisgau waren. Heute Abend sind Ganter und Buschmann schon wieder im DHB-Pokal bei Albstadt gegen Friesenheim im Einsatz, am Wochenende steht erneut Zweitliga-Handball, dieses Mal bei den Frauen, auf dem Programm. Eines haben die beiden aus der ersten Partie mitgenommen: "Wir brauchen uns auf dem Niveau nicht zu verstecken."

Lars Bargmann