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HANDBALL (BZ). Weinende Spieler und wütende Zuschauer
hier, jubelnde Handballer und Fans dort: Der Zieleinlauf im
Abstiegskampf der Männer-Landesliga war so spannend,
wie wahrscheinlich noch nie in der Geschichte der Liga.
Alemannia Zähringen II musste vor dem letzten Spieltag
zwei Punkte und zehn Tore auf den Konkurrenten vom HC 99 Müllheim
aufholen. Das Müllheimer Team von Martin Heiler hatte
um 19.25 Uhr seine Begegnung beim TV Ehingen mit 26:22 verloren.
Das bedeutete, die Alemannia brauchte bei seinem Gastspiel
bei der HSG Freiburg (Anpfiff 20 Uhr) einen Sieg mit mindestens
sechs Toren Differenz. Zur Pause hieß es 10:6 für
die Gäste, nach 50 Minuten führte das Team von Spielertrainer
Lars Bargmann mit 16:8. Jetzt schien das schier Unmögliche
doch noch möglich zu werden. Doch dann bäumte sich
die HSG Freiburg noch einmal auf, Zähringen verzweifelte
an einigen Schiedsrichter-Entscheidungen und konnte den Vorsprung
nicht halten. Dass alle in der Halle beim Spielende ein 18:13
für Zähringen auf dem Zettel hatten, nur ein Schiedsrichter
ein 18:14, war bezeichnend und hätte wohl für einen
Eklat gesorgt, wenn Zähringen nicht ohnehin ein einziges
Tor zum Klassenerhalt gefehlt hätte. "So etwas habe
ich noch nie erlebt. Wegen eines Tores abzusteigen, das ist
kaum zu fassen", sagte Bargmann und schüttelte den
Kopf. Dennoch zollte er seinem Team "ganzen Respekt".
Auch sein Kollege Heiler hatte in seiner langen Laufbahn noch
nie eine "derart knappe Entscheidung miterlebt".
Alemannia Zähringen muss nach 17:9-Punkten in der Rückrunde
nun den bitteren Gang in die Bezirksklasse antreten. Heiler
ist "glücklich" über den Klassenerhalt.
Grenzenloser Jubel herrschte indes bei den Frauen vom ESV
Freiburg: Die ESV-Spielerinnen siegten beim TV Neuenburg sicher
mit 21:8 und feierten den Aufstieg in die Oberliga. "Ich
muss meiner ganzen Mannschaft, allen voran Renke von Horsten,
ein Riesenkompliment machen", so ESV-Coach Artur Ritter.
Der ESV Freiburg war mit sensationellen 18:0 Punkten gestartet,
hatte die Saison dominiert und erst in der Schlussphase das
Nervenflattern bekommen. Ritter: "Ich hätte nie
gedacht, dass wir Meister werden, aber vielleicht lag der
Schlüssel zum Erfolg darin, dass wir gar nicht so viel
vorgenommen hatten."
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